07.03.2005 / Ausland / Seite 6

Opium für das Volk

Afghanistan: US-Außenministerium präsentiert Drogenbericht und fürchtet um »globale Stabilität«. Verdreifachung der Mohnanbaufläche innerhalb eines Jahres

Rainer Rupp

Afghanistan wird immer mehr zum Drogenstaat. Laut einer am Freitag (Ortszeit) in Washington von Außenministerin Condoleezza Rice dem Kongreß im Auftrag von Präsident George W. Bush vorgelegten Studie verdreifachte sich 2004 die Fläche für den Anbau von Mohn gegenüber dem Vorjahr auf 206700 Hektar. Die ausufernde Opiumproduktion stelle eine «enorme Bedrohung für die globale Stabilität» dar. Aus Opium wird Heroin hergestellt. 4950 Tonnen Opium seien 2004 in Afghanistan produziert worden, und damit 17mal soviel wie vom zweitgrößten Opiumproduzenten Myanmar, heißt es in dem US-Drogenbericht.


Warlords kehrten zurück

Mit dem aktuellen Ergebnis sei der Rekordwert unter der Herrschaft der radikalislamischen Taliban im Jahr 2000 um fast 1300 Tonnen übertroffen worden, wird darüber hinaus konstatiert. Allerdings bleibt unerwähnt, daß der Opiumanbau in Afghanistan damals fast ausschließlich auf dem Gebiet der US-gestützten Norda...

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