08.02.2005 / Ansichten / Seite 8

Auf Schmusekurs

Rice bietet Palästinensern »Hilfe« an

Werner Pirker

Condoleezza Rice hat ihre Tätigkeit als amerikanische Außenministerin mit einer Charme-Offensive in Nahost gestartet, was der als herrisch und unfreundlich geltenden Dame einige Überwindung gekostet haben dürfte. Dabei tat sie, als gelte ihre ganz besondere Zuneigung den Palästinensern. In Mahmud Abbas, dem neuen Chef der Autonomiebehörde, dürfte sie den adäquaten Partner für ihren Schmusekurs gefunden haben. Ihm versprach sie die »aktive Hilfe« der USA bei der »Bekämpfung der Gewalt«. Da Washington nicht in der israelischen Besatzung, sondern im Widerstand gegen die Besatzung die Ursache nahöstlicher Gewalt sieht, ist die Rolle, die der palästinensischen Autonomiebehörde in der Architektur der Pax Americana zugedacht ist, klar definiert: als ein Instrument zur Ruhigstellung der Aufstandsbewegung gegen die Okkupation.

Die amerikanische Für...

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