25.11.2004 / Ansichten / Seite 2

»Behörden haben uns immer Steine in den Weg gelegt«

Israelische Behörden wollen Arbeiterberatungszentrum schließen. Fragwürdige Argumente als Begründung. Ein Gespräch mit Assaf Adiv

Martina Schwarz

* Assaf Adiv ist Hauptkoordinator des Workers Advice Center (»Arbeiterberatungszentrum«, WAC) in Nazareth, Israel. Das Zentrum setzt sich insbesondere für die Rechte der arabischen Arbeiter und der Arbeitsmigranten in Israel ein. Jetzt droht ihm die Schließung.


F: Warum soll Ihr Beratungszentrum geschlossen werden?

Seit wir in den 90er Jahren die Arbeit aufgenommen haben, haben uns die Behörden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Als wir 1998 unsere Eintragung ins Vereinsregister beantragten, hat der Rechtspfleger zwei Jahre gebraucht, um unseren Antrag abzulehnen. Ein Jerusalemer Gericht hat ihn dann angewiesen, uns doch einzutragen. Die Behörden suchen jetzt nach einem Vorwand, uns aus dem Register zu löschen. Sie mögen unsere Arbeit nicht, besonders nicht die mit den arabischen Arbeitern.

F: Was wird Ihnen konkret vorgeworfen?

Der Rechtspfleger für die Zulassung von Vereinen erhebt drei Vorwürfe, die alle falsch sind. Der erste besagt...








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