20.11.2004 / Inland / Seite 9

Privileg Arbeitsplatz?

Beschäftigte sind nicht zu beneiden, Erwerbslose auch nicht. Die Aktion »Agenturschluß« appelliert an Entscheider in den Ämtern, sich dem Kampf gegen Sozialabbau anzuschließen

Kolumne von Mag Wompel

Ob kleine Klitschen, profitable Konzerne oder der öffentliche Dienst: alle wollen sie derzeit die Arbeitszeit verlängern und möglichst gleichzeitig den Tariflohn absenken. Das steigert die Profite, vermindert Kosten. Auf diese Weise soll aber auch die Spaltung in ausbeutbare, verwertbare Beschäftigte und unverwertbare, erwerbslose Menschen, die ihre Existenzberechtigung nachweisen müssen, vertieft werden. Die einen müssen immer länger für immer weniger Geld arbeiten, während die anderen lediglich als Lohndrücker und Drohpotential gegenüber den Verwertbaren mißbraucht werden. Schon allein wegen dieser Funktion werden lieber Lohnersatzleistungen, Beschäftigungstherapien und Aufwandsentschädigungen an die beschäftigenden Unternehmen gezahlt, statt mit diesem Geld ein bedingungsloses Grundeinkommen in der gesamten Gesellschaft zu etablieren.

Es gibt jedoch keinen Grund zu Erleichterung, Zufriedenheit oder gar Stolz, wenn man zu den Verwertbaren zählt. Vo...

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