13.11.2004 / Ansichten / Seite 2

»Keine Bahnaktie soll in private Hände gelangen«

In Großbritannien haben die Menschen gelernt, daß Privatisierung nicht funktioniert. Das öffentliche Verkehrswesen ist für die Bevölkerung da. Ein Gespräch mit Amarjit Singh

Hans-Gerd Öfinger

Amarjit Singh ist Vorstandsmitglied der Transportgewerkschaft TSSA im Bezirk London und hat seine Gewerkschaft auf dem jüngsten TRANSNET-Gewerkschaftskongreß in Berlin vertreten. Die TSSA hat 34 000 Mitglieder bei Eisenbahnen, Londoner U-Bahn, Fähren und Reiseveranstaltern.

F: Die britischen Bahngewerkschaften fordern die Wiederverstaatlichung der Bahnen. Was für ein Echo haben Sie gefunden?

Im Gewerkschaftsdachverband TUC haben wir alle Gewerkschaften für diese Forderung gewonnen. Die Formulierung im Ergänzungsantrag für den Labour-Parteitag lautete »integriertes und rechenschaftspflichtiges öffentliches Verkehrswesen«, und jeder weiß: Das bedeutet Wiederverstaatlichung. Beim Parteitag haben uns auch die vier größten Gewerkschaften unterstützt. Unser TSSA-Generalsekretär Gerry Docherty brachte den Antrag ein, dem dann 64 Prozent der Delegierten zugestimmt haben. Jetzt stellt sich die Frage, ob dieser Beschluß in das Wahlp...

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