13.11.2004 / Ausland / Seite 3

Zwei Schritte vor, einen zurück

Kein Befreiungskämpfer hat so ungeheure Hindernisse überwinden müssen wie Yassir Arafat. Der bewaffnete Kampf gegen Israel war nur ein Mittel, nicht mehr

Uri Avnery

Es wird der Tag kommen, an dem seine sterblichen Überreste durch eine freie palästinensische Regierung zu den muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem überführt werden. Yassir Arafat ist einer aus der Generation der großen Führer, die nach dem Zweiten Weltkrieg auftraten. Die Statur eines Führers wird nicht einfach nur von dem bestimmt, was er erreicht hat, sondern auch von der Größe der Hindernisse, die er überwinden mußte. In dieser Hinsicht hat Arafat weltweit keinen Konkurrenten: Kein Führer unserer Generation mußte solch grausame Tests bestehen und mit so viel Unglück fertig werden wie er. Als er Ende der 50er Jahre auf der weltpolitischen Bühne auftauchte, war sein Volk nahe daran, in Vergessenheit zu versinken. Der Name Palästina war von der Landkarte gelöscht worden. Israel, Jordanien und Ägypten hatten das Land unter sich aufgeteilt.

Gefährliche Revolution

Als Yassir Arafat, damals ein junger Ingenieur in Kuwait, d...

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