06.11.2004 / Titel / Seite 1

Kampf um Yassir Arafat

Palästinenser demonstrieren Einigkeit, während ihr Präsident »zwischen Leben und Tod« im Koma liegt. Israel verschärft Abriegelung besetzter Gebiete

Rüdiger Göbel

Den Tod des palästinensischen Präsidenten Yassir Arafat vor Augen, haben sich die wichtigsten palästinensischen Gruppen im besetzten Westjordanland und Gazastreifen getroffen, um über Sicherheitsmaßnahmen zu beraten. Auch die israelische Regierung traf am Freitag Vorkehrungen für den Fall der offiziellen Todesnachricht – tags zuvor hatten israelische Medien Yassir Arafat bereits für tot erklärt – voreilig, aber die Schlagzeilen und das Informationschaos bestimmend. Die israelische Armee in den besetzten Gebieten wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Besonders bitter das Hickhack um einen möglichen Beisetzungsort für die Ikone des palästinensischen Befreiungskampfes. Die israelische Regierung lehnt ein Begräbnis Arafats in Jerusalem kategorisch ab. »Dort sind jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen«, meinte der israelische Justizminister Josef Lapid. Einer Beisetzung im Gazastreifen stimme man dagegen zu. Der ...

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