19.10.2004 / Inland / Seite 3

Automarkt weltweit heftig umkämpft

Der Vorwurf, Opel habe wegen Managementfehlern Probleme, greift viel zu kurz. Die Konzerne führen ihren Krieg um Höchstprofite auf Kosten der Beschäftigten

Winfried Wolf

Die Analysten argumentieren schlüssig im Dreisatz: Erstens würde es keine Krise in der internationalen Autoindustrie, jedoch Managementfehler bei General Motors (GM) in Europa geben. Zweitens mache GM im Autogeschäft und insbesondere in Europa Verluste. Drittens führe kein Weg an einem massenhaften Belegschaftsabbau in Europa vorbei.

Richtig ist, daß 2004 weltweit mit 52 Millionen Einheiten deutlich mehr Autos abgesetzt werden als 2003. 2005 sollen es 54 Millionen sein. Doch der Markt wird enger und die Konkurrenz heftiger. In den letzten 15 Jahren verloren rund ein Dutzend Automarken ihre Unabhängigkeit: Saab, Subaru, Isuzu und Daewoo sind Teil von GM; Volvo, Jaguar, Land Rover und Mazda bei Ford, Alfa und Lancia in Fiat integriert, Nissan bei Renault, Kia bei Hyundai. Mehrere Autohersteller sind kaum überlebensfähig, so Mitsubishi, Fiat und Rover. Die wenigen echten Wachstumsmärkte – etwa China und Osteuropa – sind heftig umkämpft. Dort ...

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