11.10.2004 / Ausland / Seite 7

Spur der Zensoren führt nach Rom und Zürich

Abschaltung von Indymedia: FBI-Agent spricht von »Rechtshilfe«. Ermittlungen in Schweiz und Italien gegen Internetportal. Neofaschisten als treibende Kraft

Damiano Valgolio, Rom

Drei Tage, nachdem zentrale Server des internationalen Nachrichtenportals Indymedia beschlagnahmt worden sind, bleiben die Hintergründe weiter im dunkeln. Allerdings scheinen Strafverfahren in Italien und der Schweiz gegen die Medienaktivisten den Anlaß für die Blitzaktion geliefert zu haben. Die US-Bundespolizei FBI hatte am Donnerstag abend in San Antonio, Texas, und in London Großrechner des Internetanbieters Rackspace unter Verschluß nehmen lassen. Über diese waren Dutzende nationale Indymedia-Seiten geschaltet. Seitdem ist die linke Online-Plattform in rund 20 Ländern auf der ganzen Welt stark gehandicapt. In vielen Staaten, wie etwa in Italien und Großbritannien, ist Indymedia sogar vollständig aus dem Netz verschwunden.

Das FBI hat am Wochenende erneut verlauten lassen, die Beschlagnahme sei nicht auf eigene Initiative, sondern im Rahmen einer »Rechtshilfe« für ausländische Behörden erfolgt »Das Ersuchen kam aus der Schweiz und Italien«, sagte d...

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