07.08.2004 / Ausland / Seite 9

Israel verliert immer mehr Einwohner

Trotz fragwürdiger Zuwanderungspropaganda verlassen immer mehr Menschen den Nahoststaat

Rainer Rupp

»In Israel zu leben ist eine Ideologie«, erklärte Boruch Gorin, Leiter der Öffentlichkeitsabteilung der Jüdischen Gemeinschaften der Russischen Föderation in Moskau vor wenigen Tagen. Der Umstand, daß die Menschen, die dort einmal Zuflucht gesucht haben, das Land nun verließen, sei daher ein schwerer Schlag für diese Ideologie, schlußfolgerte Gorin, als er die Ergebnisse einer Studie über die Auswanderung aus Israel vorstellte, die seine Organisation in Auftrag gegeben hatte.

Laut Gorin hatte die Emigration aus Rußland die Bevölkerung Israels in zwei großen Wellen von fünf auf sechs Millionen anwachsen lassen. 200 000 Juden konnten die Sowjetunion in den siebziger Jahren verlassen, weitere 800 000 folgten nach 1986 im Rahmen der Perestroika. Dieser Zustrom ist nun nicht nur...

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