26.07.2004 / Titel / Seite 1

Siedler machen mobil

Rechter Massenaufmarsch gegen Gaza-Rückzug. Israels Geheimdienst warnt vor Terroranschlag

Rüdiger Göbel

Aus Protest gegen den angeblichen Rückzug Israels aus dem besetzten Gazastreifen haben jüdische Siedler eine »riesige Menschenkette« organisiert. Der rechte Aufmarsch sollte am Sonntag abend (nach jW-Redaktionsschluß) von der Siedlung Gush Katif im nördlichen Gazastreifen bis zur Klagemauer in Jerusalem reichen. Auf 90 Kilometer Länge sollten sich nach Angaben der Organisatoren mehrere zehntausend Israelis postieren. Ausgerechnet mit einer Aktionsform der Friedensbewegung wollten die Demonstranten ihren Forderungen nach Landraub, Okkupation und Vertreibung Nachdruck verleihen.

In Israel sind die Rechtsextremen keine gesellschaftliche und politische Randgruppe. Rund 40 Knesset-Mitglieder, immerhin ein Viertel der 120 Parlamentsabgeordneten also, hatten im Vorfeld ihre Teilnahme an der Menschenkette wider die Palästinenser angekündigt. Mit der spektakulären Aktion wollen die Siedler gegen das Vorhaben von Ministerpräsident Ariel Scharon prot...

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