03.07.2004 / Titel / Seite 1

Scharon mauert weiter

Israels Premier ändert nach Gerichtsentscheid Verlauf der Sperranlagen im Westjordanland – geringfügig

Rüdiger Göbel

Israels Ministerpräsident Ariel Scharon hält am Bau der gigantischen Maueranlage im besetzten Westjordanland grundsätzlich fest, will aber deren Verlauf auf einer Länge von etwa 30 Kilometern ändern und damit etwas weniger palästinensisches Land annektieren. Damit reagierte der Regierungschef auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofes in Jerusalem vom Mittwoch. Die Richter hatten eine Verschiebung des Bollwerkes zugunsten der Palästinenser angeordnet. Die israelische Zeitung Haaretz zitierte Scharon am Freitag mit den Worten: »Wir müssen die Dinge erleichtern und dürfen keine abgeriegelten palästinensischen Enklaven schaffen.« Er sei bereit, Teile der Mauer »ein bißchen näher an die Grüne Linie heranzurücken«. Diese gilt international als Grenze zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten, die von der israelischen Armee 1967 besetzt wurden. Faktisch bekräftigten sowohl der Gerichtshof wie auch Scharon mit ihren Entscheidungen den mit dem Mauerbau ve...

Artikel-Länge: 4397 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe