05.05.2004 / Ausland / Seite 9

Israels Siedler obenauf

Scharon will nach Likud-Abstimmung noch mehr Siedlungen behalten. US-Diplomaten kritisieren Bush

Rüdiger Göbel

Gestützt auf die Ergebnisse einer Abstimmung in der eigenen Likud-Partei will der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon den illegalen Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten weiter vorantreiben, frei nach dem Motto: weniger Siedlungen im Gazastreifen aufgeben und dafür noch mehr im Westjordanland behalten. Die israelische Zeitung Haaretz berichtete am Dienstag über entsprechende Pläne des rechten Regierungschefs. Scharon wolle möglicherweise nur drei Siedlungen im Gazastreifen und zwei im Westjordanland räumen lassen, das heißt, vier Fünftel der in seinem zur Abstimmung vorgelegten Abzugsplan zur Räumung vorgesehenen Siedlungen würden bestehenbleiben. Dabei zielten die bisherigen Scharon-Pläne schon darauf ab, das israelische Siedlungskonglomerat zu verewigen und weiteres palästinensisches Land besetzt zu halten.

Bei einer parteiinternen Abstimmung hatten am Sonntag 60 Prozent der Likud-Mitglieder das Scharon-Vorhaben...

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