18.02.2004 / Inland / Seite 15

Hohmann ist keine Ausnahme

In einem neuen Buch wird belegt, was Konservative gern leugnen: Die Nähe ihrer Parteigänger zu Neonazis

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann wurde nach Bekanntwerden seiner antisemitischen – und antikommunistischen – Ausfälle vom 3. Oktober 2003 von der Führung seiner Partei immer wieder als Verirrter und als Einzelfall dargestellt. In der Bundeswehr verfuhr man mit dem General Reinhard Günzel ähnlich, nachdem dessen Solidaritätsschreiben an Hohmann bekanntgeworden war. Der ehemalige Esslinger DKP-Kreisrat Friedrich Pospiech hat jetzt ein Buch vorgelegt, in dem die Entwicklung von Personen aus dem national-konservativen und revanchistischen politischen Spektrum über die letzten 25 Jahre verfolgt wird. Auch die Karriere des Martin Hohmann wird darin erwähnt. Der Buchtext war im Oktober bereits druckfertig und dokumentiert unter anderem Äußerungen Hohmanns, die er sich schon drei Jahre zuvor geleistet hatte – und von denen die CDU-Führung nichts gewußt haben will...

Ausgangspunkt der Abhandlung unter dem Titel »Konservativ-Rechtsextreme Komplizenscha...

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