04.02.2004 / Ansichten / Seite 3

»Sauberer Bruch«

Scharon sagt der »Roadmap« ade

Werner Pirker

Israels Premier Ariel Scharon hat die unter US-amerikanischer Federführung erstellte »Roadmap« des Nahostquartetts zu Makulatur erklärt. An sich ein klarer Affront gegenüber der amerikanischen Führungsmacht, ohne deren stetige Finanztransfers Israel seine extrem kostspielige Gewaltpolitik längst hätte aufgeben müssen. Doch Scharon ist kein Hasardeur, sondern ein kalt kalkulierender Stratege. Er weiß um die Kompatibilität seiner Politik mit der aggressiven Außenpolitik der USA, und er weiß auch um die Verwundbarkeit der Pax Americana in Nahost, was den strategischen Wert Israels für die imperialistische Durchdringung der Region noch weiter erhöht. Vor allem aber kann er sich der bedingungslosen Unterstützung durch die Extremisten im amerikanischen Machtgefüge sicher sein, die Bush vor sich hertreiben und auf die israelische Politik radikalis...

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