31.01.2004 / Inland / Seite 6

Fischer kritisierte »Antisemitismus der Mitte«

Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung behandelte auch das Verhältnis Europa–Israel

Leif Allendorf

Martin Walser, Jürgen Möllemann, Wolfgang Hohmann: In immer kürzeren Abständen machen Deutsche, die in der Öffentlichkeit stehen, mit antisemitischen Äußerungen von sich reden, die im allgemeinen zunächst einen Skandal und anschließend eine immer ähnliche Debatte auslösen. Grund genug für die Heinrich-Böll-Stiftung, sich mit hochkarätigen Referenten diesem Thema zu widmen.

Zur Eröffnung der Konferenz »Antisemitismus heute. Europäische Debatten im Vergleich« in Berlin sprach Joseph Fischer am Mittwoch abend über die Spannungen zwischen der Europäischen Union und Israel. »Antisemitismus tritt oft in Gestalt von Israel-Kritik auf«, sagte der Bundesaußenminister vor mehreren hundert Gästen im Roten Rathaus der Hauptstadt. »Israel ist der einzige Staat, dessen Existenz in Frage gestellt wird.« Vor dem Hintergrund des Holocaust sei dies eine »e...

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