17.10.2003 / Thema / Seite 10

Nährboden für Gewalt

Die Mauer ist das Ende einer Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt

Gretta Duisenberg, Amsterdam
* Gretta Duisenberg ist Vorsitzende der niederländischen Organisation »Stop de Bezetting« (Schluß mit der Besatzung). Der Artikel basiert auf ihrem Vortrag beim internationalen Kongreß »Die palästinensischen politischen Gefangenen unter israelischer Besatzung« am 4. Oktober in Berlin.



Seit Jahrzehnten beantwortet Israel gerechtfertigte politische Ansprüche der Palästinenser mit groben Verletzungen der Menschenrechte und des internationalen Rechts. Mit der Trennungsmauer, die Israel gegenwärtig auf dem Gebiet der besetzten Westbank baut, werden die Ausmaße dieser Rechtlosigkeit dramatisch vergrößert.

Im Juni 2002 hat Israel angefangen, eine Mauer im nördlichen Teil der Westbank zu bauen. Die Entscheidung für den Bau der Mauer war gefallen, nachdem es Israel nicht gelungen war, die zweite Intifada mit militärischen Mitteln zu unterdrücken. Als Hauptargument für den Bau der Mauer wurde die Sicherheit Israels angegeben. Es gibt k...

Artikel-Länge: 11436 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe