02.10.2003 / Titel / Seite 1

Scharon mauert weiter

Israels Kabinett beschloß Ausdehnung der Sperranlagen. Nachteile für 210000 Palästinenser

Rüdiger Göbel

Ungeachtet der internationalen Kritik und neuer schwerer Vorwürfe in einem UN-Bericht hat die israelische Regierung den weiteren Ausbau einer gigantischen Mauer im Westjordanland beschlossen. Das Kabinett stimmte am Mittwoch entsprechenden Plänen von Premierminister Ariel Scharon zu. Die 45 Kilometer lange Strecke soll zwischen der illegalen Siedlung Elkana bis zum israelischen Militärstützpunkt Ofer nördlich von Jerusalem führen. Ende Dezember sollen die Bauarbeiten für den 100 Millionen Dollar teuren Abschnitt abgeschlossen sein. Der neue Teil des sogenannten Apartheid-Walls schließt die vier illegalen israelischen Siedlungen Ariel, Kedumim, Karnei Schomron und Immanuel, die zum Teil mitten im Westjordanland errichtet wurden, faktisch mit ein, auch wenn um Ariel zunächst eine separate Grenzzaunanlage errichtet werden soll. Faktisch gehört das abgetrennte Gebiet dann zu Israel. Palästinenser und israelische Menschenrechtsaktivisten sprechen daher von ein...

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