09.04.2003 / Ausland / Seite 11

Rachel Corries kurze Lehrzeit

Das Vermächtnis einer Friedensaktivistin

Ulrike Vestring

Am 16. März 2003, einem Sonntag, starb in Gaza die Amerikanerin Rachel Corrie. Die 23jährige Studentin aus Olympia im Staate Washington gehörte einer Gruppe internationaler Freiwilliger an, die im Flüchtlingslager Rafah nahe der ägyptischen Grenze versuchte, die von Israel angeordneten Zerstörungen palästinensischer Wohnhäuser zu verhindern. Bei einem solchen Versuch wurde die junge Frau von einem Bulldozer der israelischen Armee zermalmt.

Augenzeugen haben berichtet, daß die durch ihre orangefarbene Jacke gut sichtbare Friedensaktivistin sich bemüht hatte, mit dem Fahrer des Bulldozers zu sprechen, als sie zunächst mit Sand und Steinen überschüttet und dann zweimal überrollt wurde. Sie starb wenig später im Krankenhaus von Rafah. Die israelische Armee nennt das Ereignis einen bedauernswerten Unfall, Augenzeugen ebenso wie israelische und internationale Friedensorganisationen sprechen von gezielter Tötung. Hier soll es um etwas anderes gehen. Was hatt...

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