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08.03.2003 / Inland / Seite 15

Lieber ohne Tarif

Der DGB und das »Arbeitsplatzwunder« namens Leiharbeit

Mag Wompel

Seit 1991 – nach einem zwischenzeitlichen Verbot der Leiharbeit 1982 – hat sich die Zahl der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter verdreifacht. Sie erhalten rund 40 Prozent weniger Lohn und haben nur eingeschränkte Rechte. Davon, daß sie überhaupt Rechte haben, wissen immer noch die wenigsten, und wenn, verzichten sie meist darauf, diese einzuklagen. Sie haben Angst, auch noch diesen Job zu verlieren. Deshalb waren die Gewerkschaften schon immer gegen die Leiharbeit – um die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter selbst haben sie sich nicht gekümmert.

Nun sind DGB & Co. plötzlich für Leiharbeit, die seit Hartz als das neue Arbeitsplatzwunder gehandelt wird. Sie sind dafür, wenn sie tarifiert ist und damit niedriger bezahlt, als sie es ohne die Einmischung der Gewerkschaft sein müßte. Um die in Leiharbeit Beschäftigten werden sie sich auch weiterhin nicht kümmern. Allerdings werden die wenigsten der Betroffenen darüber unglücklich sein, denn sie wurden auch...

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