21.01.2003 / Ausland / Seite 9

Suche nach Kriegsgründen

USA: Fehlende Waffenfunde in Irak werden gegen Bagdad ausgelegt

Rainer Rupp

Ungeachtet der Tatsache, daß die UN-Waffeninspekteure bei der Durchsuchung von inzwischen über 400 »verdächtigen« Orten bzw. Objekten nichts gefunden haben, ungeachtet der ergebnislosen Vernehmungen etlicher irakischer Wissenschaftler und der Durchsuchung ihrer Wohnungen, ungeachtet des Lobs, das UN-Chefkontrolleur Hans Blix den irakischen Behörden wegen ihrer inzwischen auch aktiven Zusammenarbeit mit den Inspekteuren zollte, blieb US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Sonntag in einem Fernsehinterview bei seiner Behauptung, »daß die US-Geheimdienste Informationen haben, daß Saddam Hussein chemische und biologische Waffen besitzt und aktiv an der Entwicklung von Nuklearwaffen arbeitet«. Deshalb müßten die USA bereit sein, Irak »notfalls mit einem Krieg zu entwaffnen«.

Tatsächlich scheinen die USA zunehmend eine Strategie zu verfolgen, die als »Reserve« für den Fall entwickelt wurde, daß bei den UN-Inspektionen keine verbotenen Waffe...

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