17.01.2003 / Inland / Seite 6

Imperialer Eroberungskrieg

IPPNW warnt zwölf Jahre nach Beginn des zweiten Golfkriegs vor Folgen eines neuen Angriffs auf Irak

Jana Frielinghaus

Eine »böswillige Irreführung und eine Beleidigung des ärztlichen Berufes« sei die Wortschöpfung »Chirurgischer Krieg«, empört sich Ulrich Gottstein von der deutschen Sektion der Organisation »Internationale Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung« (IPPNW). Insgesamt achtmal war Gottstein nach dem letzten Golfkrieg im Irak und hat das ganze Ausmaß der Zerstörungen und des Leides der Zivilbevölkerung erlebt. 170000 Kleinkinder und Säuglinge seien allein durch die Verseuchung des Trinkwassers infolge der Zerstörung von Wasserwerken und Kläranlagen an Cholera, Typhus und Brechdurchfällen gestorben, so Gottstein. Am Donnerstag erinnerte IPPNW in Berlin an den Beginn des ersten Angriffs der USA auf den Irak unter der Regierung von George Bush sen.

Am 17. Januar 1991 hatte der Krieg mit der »Operation Wüstensturm« begonnen, nachdem der Irak zuvor Teile des Nachbarlandes Kuwait besetzt hatte. IPPNW hat mit Hilfe allgemein zug...

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