05.07.2002 / Ansichten

Antifaschistische Gegenwehr vor Gericht: Nicht genug öffentliche Unterstützung?

jW sprach mit Ralf Schröder, Mitglied der Autonomen Antifa im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid und einer von acht Angeklagten in einem dortigen Prozeß gegen Antifaschisten

Karin Leukefeld

F: Sie wollen am morgigen Samstag in Lüdenscheid für die »sofortige Einstellung aller Verfahren gegen Antifaschistinnen und Antifaschisten« demonstrieren. Worum geht es?

Hintergrund ist ein Naziaufmarsch im Januar. Antifaschistinnen und Antifaschisten versuchten damals, bis zum Kundgebungsort der Nazis zu gelangen, um denen zu zeigen, daß ihnen öffentliche Räume nicht freiwillig überlassen werden. An diesem Tag wurden acht von uns festgenommen. Gegen alle wurden Verfahren eingeleitet, die jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt werden. Mit der Demonstration gegen die Prozesse wollen wir eine öffentliche Diskussion darüber fördern, ob Neonazis Freiräume genießen dürfen.

F: Wie lautet der Vorwurf?

Landfriedensbruch und Gewalt gegen Polizeibeamte. In unseren Augen ist das, was vorgefallen ist, nicht von strafrechtlicher Relevanz. Es geht vielmehr darum, daß es Freiräume für Neonazis gibt, die staatlicherseits ...

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