19.03.2002 / Titel

Kanzler schützt die Krankenkassen

Ver.di: Die Bundesregierung ist keine Gefahr für das Gesundheitssystem

Ralf Wurzbacher

Der Gewerkschafter denkt, der Kanzler lenkt. Nach der Übergabe von Teilen der Rentenkasse an die Finanzspekulation soll demnächst die gesetzliche Krankenversicherung dran glauben. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern, regelmäßig sickern Informationen über entsprechende Strategiepapiere der Bundesregierung an die Öffentlichkeit. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di findet das nicht gut, will aber mitmachen.

Am Montag war Distanzierungsstunde: Wie der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske anläßlich der Präsentation einer Gesundheitskampagne der weltgrößten Einzelgewerkschaft in Berlin betonte, werde es mit ihm keine »Schritte in eine Zweiklassenmedizin« geben. Bestrebungen, die gesetzliche Gesundheitsversorgung in Pflicht- und Wahlleistungen mit der Zielrichtung »größerer Selbstbeteiligung und Eigenvorsorge« der Patienten zu differenzieren, erteilte der ver.di-Chef eine »klare Absage«. Die Krankenkassen müssen nach Ansicht von ver.di...

Artikel-Länge: 4106 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe