08.02.2001 / Inland

Gedenken an Frank Böttcher

Magdeburg: Demonstration gegen Neonaziterror und staatlichen Rassismus am Samstag

Rainer Duncker

Heute vor vier Jahren, in der Nacht zum 8. Februar 1997, wurde der Antifaschist Frank Böttcher im Magdeburger Stadtteil Neu-Olvenstedt von Neonazis kaltblütig ermordet. Das Viertel ist weit über die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt hinaus dafür berüchtigt, daß Migranten, Linke und Obdachlose dort ständig mit der Angst leben müssen, von Neofaschisten angegriffen zu werden.

Die Mörder lauerten ihrem Opfer an einer Straßenbahnhaltestelle auf. Sie traten Böttcher die Schädeldecke ein und stachen, obwohl er seinen Verletzungen bereits erlegen war, noch siebenmal mit einem Messer auf ihn ein. Frank Böttcher ist nicht das einzige Opfer rassistisch motivierter Gewalt in Magdeburg. Bereits 1992 erstürmten 60 Neonaziskins, bewaffnet mit Stahlrohren und Baseballschlägern, eine Geburtstagsfeier und erschlugen den Punk Torsten Lamprecht. Am »Herrentag« 1994 jagten Neonazihools...

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