18.08.2000 / Feuilleton / Seite 0

Hardcorepensum

Bukowski-Epizentrum: Carl Weissner las in der Berliner Volksbühne

André Dahlmeyer

Mittwoch war mal wieder Pflichtbesuch im Roten Salon der Berliner Volksbühne. Um das Publikum in dieser Art location ertragen zu können, bietet es sich in der Regel an, dort möglichst übernächtigt aufzulaufen. Diese wichtige Geheimregel befolgte ich restlos. Vorher noch kurz telefonisch akkreditieren. Kein Problem, der Heini erzählt mir, ich sei Nummer 41 auf der Gästeliste, die er hiernach aber wirklich mal schließen würde. Nur zu.

Noch eben eine unvorhergesehene Verabredung einsprengseln, also ab in die Christinenstraße. Wieder in diese komische Kneipe, wo sie Flaschenbeck's in Krombachergläser schütten. Erst bei der Verköstigung dieses traurigen Gesöffs wird mir bewußt, daß ich vor dem »Bukowski« sitze. Recht passend, wie ich finde, wäre dieser großartige Buchstabenschmied doch an diesem Tag - im Übrigen mein eigener Geburtstag (und der meines Vaters und meiner Oma väterlicherseits!) - achtzig geworden. Okay, Aufbruch.

Angekommen, registriere ich eine br...

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