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29.11.1999 / Ansichten

Antipop

jW sprach mit Kai Degenhardt über Möglichkeiten in der Musikbranche und seine neue Platte »Dekoholic«

Jörg Wingefeld/Foto: Blue Noise

F: Sie sind der Sohn des bekannten Liedermachers und »Spiel-nicht-mit-den-Schmuddelkindern«-Autors Franz Josef Degenhardt. Ist es nicht schwierig, seit über zehn Jahren als Gitarrist und Arrangeur seinen Vater im Studio und auf Tour zu begleiten und jetzt auch noch mit einem eigenen Projekt an den Start zu gehen, das zumindest ein ähnliches, wenn nicht dasselbe Genre repräsentiert?

Nein, überhaupt nicht. Ich stamme aus einer kommunistischen Schausteller- oder meinetwegen auch Künstlerfamilie. Das, was man offenbar für schwierig oder problematisch hält, war bei uns immer ziemlich normal. Nebenbei: Ich bin inzwischen 35 Jahre alt, praktiziere neben der Musik seit vielen Jahren auch noch als Rechtsanwalt und habe eine eigene Familie - wie man das wohl nennt -, bin also auch insofern raus aus den Zusammenhängen, in denen man für gewöhnlich mit solchen Identitätsschwierigkeiten zu kämpfen hat.

F: Wie würden Sie Ihre eigenen Stücke, insbesondere Ihre Texte beschr...

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