26.06.1997 / Inland / Seite 0

Globaler Kali-Poker

Anhörung soll einer Fusion der K+S AG mit PCS aus Kanada Weg ebnen

Leif Allendorf

Als die Mitteldeutsche Kali AG (MDK) nach dem Willen der Treuhand 1993 mit der westdeutschen Kali und Salz AG (K+S AG) fusionierte, hatte das Überbleibsel des DDR- Kombinats gerade 5000 der ehemals 30 000 Arbeitsplätze in die neue Zeit hinübergerettet. Die Treuhandpläne sahen mit dem Zusammenschluß einen Abbau weiterer 2 000 Stellen vor. Die Kumpel liefen Sturm, doch vergebens. Die Gruben in Bischofferode und Merkers wurden geschlossen. In den drei verbliebenen Kali-Werken Ostdeutschlands, Zielitz, Bernburg und dem thüringischen Unterbreizbach, arbeiten zur Zeit noch 1 500 Bergleute.

Was der ostdeutschen Kali-Industrie geschah, könnte nun im globalen Maßstab dem gesamten deutschen Kali-Handel blühen, wenn die K+S AG von der kanadischen Potash Corporation of Saskatchewan (PCS) übernommen würde - Grubenschließungen und Massenentlassungen. Obwohl nach dem Bundeskartellamt sich am 10. Juni auch die Monopolkommission gegen den Verkauf ausgeprochen hat, sind...

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