23.06.1997 / Ausland

Protest gegen Siedlungskurs

Neue Demos in Hebron. Palästinenser kritisieren US-Kongreß

Max Böhnel, Jerusalem

Die militanten Proteste von Palästinensern gegen die israelische Siedlungspolitik und den Aufruf des US- Kongresses, Gesamt-Jerusalem zur israelischen Hauptstadt zu erklären, weiteten sich am Wochenende im Westjordanland erstmals aus. Zeitgleich demonstrierten israelische und palästinensische Frauen in Ost-Jerusalem gemeinsam für eine »Zwei-Staaten-Lösung«. Das Parlament in den von der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verwalteten Gebieten forderte erneut internationale Sanktionen gegen Israel und rief zu einer UN-Vollversammlung auf.

In der geteilten Stadt Hebron, in der 100 000 Palästinenser und 400 jüdische Siedler wohnen, gingen die Straßenschlachten mittlerweile in die zweite Woche. Vor der unsichtbaren Grenze zur Altstadt, deren größter Teil von Siedlern und etwa 1 500 Soldaten kontrolliert wird, schleuderten Hunderte von Palästinensern von PA- verwaltetem Gebiet aus Flaschen, Steine und Molotow- Cocktails in Richtung auf die Siedl...

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