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25.11.2020 / Geschichte / Seite 8 (Beilage)

Schärfe des Blicks und des Urteils

1897 veröffentlichte Wilhelm Liebknecht seine Erinnerungen an Friedrich Engels. Ein Auszug

Es war im Spätsommer 1849 am blauen Genfer See, wo wir nach dem Scheitern der Reichsverfassungskampagne etliche Flüchtlingskolonien angelegt hatten (…). Ich hatte vorher manche und allerhand »große Männer« persönlich kennengelernt (…), aber je näher ich mit ihnen bekannt wurde, desto mehr schwand auch der Nimbus, und desto kleiner erschienen sie. Je dunstiger die Luft, desto größer stellen Menschen und Dinge sich dar. Und Friedrich Engels hatte die Eigenschaft, dass der Dunst vor seinen hellblickenden Augen verschwand und dass sie die Menschen und Dinge sahen, wie Menschen und Dinge sind. Diese Schärfe des Blickes und die ihr entsprechende, aus ihr entspringende Schärfe des Urteils hatte für mich anfangs mitunter etwas Unheimliches und verletzte mich sogar hier und da. Ich hatte zwar von den Helden der Reichsverfassungskampagne keinen besseren Eindruck gewonnen wie Engels, aber es schien mir doch, als unterschätze er die ganze Bewegung, in der doch auch v...

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