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05.08.2020 / Kapital & Arbeit / Seite 4 (Beilage)

Ein Feigenblatt für den Ökozid

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft will »Greenwashing« des EU-Mercosur-Handelsabkommens betreiben. Nachhaltiger wäre dessen Beerdigung

Florian Horn und Joachim Jachnow

Die Bundesregierung verspricht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben: Während bei weitem nicht nur in Brasilien Brandrodungen und andere menschengemachte Ökodesaster infernale Ausmaße erreichen, soll ausgerechnet das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur die Umweltzerstörungen eindämmen.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) möchte hierzu die »Nachhaltigkeitsregeln« des Vertragswerkes, zahnlose Papiertiger der Regierungsprosa, tatsächlich anwendbar machen. Deutschland solle daher den EU-Ratsvorsitz nutzen, um die brasilianische Agrarproduktion etwa auf »entwaldungsfreie Lieferketten« zu verpflichten. So könne der für das gesamte globale Ökosystem überlebenswichtige Regenwald gerettet werden.

Nun bedarf es keiner großen Phantasie, um sich auszumalen, wie die »Nachhaltigkeitszertifizierung« beispielsweise von Sojabohnen in einem Land vonstatten ginge, in dem zahlreiche Regierungsmitglieder der Agrar­oligarchie entstammen, die ihre Macht...

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