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17.06.2020 / Feuilleton / Seite 6 (Beilage)

Endlich lacht hier mal einer!

Von Botticelli bis zum Bauern im Palast der Republik: Die Autobiographie des Malers Wolfram Schubert

Peter Arlt

Mit der Spatzen Getschilpe, einem morgendlichen Farbenüberfluss und »Mehlbeern« eines alten Birnbaums steigt der Maler Wolfram Schubert ins Erzählen seines Lebens ein. Der Frühaufsteher, dem mit 93 Jahren das Sehen, aber nicht mehr das Hören geblieben ist, spannt einen weiten Bogen, verbindet Gegenwärtiges mit früheren Erlebnissen. Als die blonde Swetlana über das Feld auf ihn zukam, glich sie den schönen kräftigen Frauen des venezianischen Renaissancemalers Jacopo Palma il Vecchio, die er von Kunstdrucken des Seemann-Verlags seines Vaters kannte. Oder der Empfang nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft, bei dem in Frankfurt an der Oder tatsächlich für den Dienst bei der kasernierten Polizei geworben wurde – die Erinnerung brachte ihm später den Christus von einem Holzschnitt Otto Pankoks vor Augen, der das Gewehr über dem Knie zerbricht.

Anhand von Tagebucheinträgen erinnert sich Schubert etwa daran, wie sich in Liedern seine Träume verfingen oder...

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