Gegründet 1947 Sa. / So., 18. / 19. Januar 2020, Nr. 15
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16.10.2019 / Feuilleton / Seite 20 (Beilage)

Tücken des Übergangs

Zwei Bücher zum Stand des Sozialismus in China

Ronald Kohl

Ist China noch sozialistisch, oder ist es das nicht mehr? Der Kölner Papyrossa-Verlag ging auf Nummer sicher und brachte zu der ewigen Streitfrage gleich zwei Bücher auf den Markt. Das eine der beiden Werke ist von einem Ostprofessor geschrieben, das andere von einem aus dem Westen. Ihre Schlussfolgerungen könnten unterschiedlicher kaum sein.

Felix Wemheuer, der 1977 in Bad Harzburg geboren wurde und seit 2014 Moderne China-Studien an der Universität zu Köln lehrt, gebraucht in seinem Buch »Chinas große Umwälzung« für die ersten Jahrzehnte der Volksrepublik den Begriff des Staatssozialismus. Dem wird wohl niemand widersprechen, da doch anfangs in der Volksrepublik das sowjetische Wirtschaftsmodell nahezu uneingeschränkt als richtungweisendes Vorbild galt. Ab 1956 setzte zwischen Peking und Moskau eine Entfremdung ein.

Gemeinsam blieb beiden Staaten das Bemühen, möglichst schnell am Westen vorbeizuziehen. Die Sowjetunion stürzte sich mit großem Erfolg in d...

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