Gegründet 1947 Donnerstag, 27. Februar 2020, Nr. 49
Die junge Welt wird von 2229 GenossInnen herausgegeben
25.09.2019 / Ausland / Seite 6 (Beilage)

Chinas Stellung stärken

Die Volksrepublik orientiert sich wirtschaftlich in Richtung Westen und versucht, zwischenimperialistische Widersprüche auszunutzen

Jörg Kronauer

»Marching Westwards«, »Nach Westen marschieren«: Unter diesem Motto fasste Wang Jisi, Dekan der School of International Studies an der renommierten Universität Beijing (Beida), im Oktober 2012 seine Grundgedanken über die globale Strategie der Volksrepublik China zusammen. Im Herbst zuvor hatte die US-Administration unter Präsident Barack Obama ihren »Pivot to Asia« verkündet, ihren »Schwenk nach Asien«; damit zielte sie darauf ab, Chinas Einfluss in der Asien-Pazifik-Region mit einer Ausweitung der dortigen US-Aktivitäten einzudämmen. Wie sollte Beijing reagieren? Nicht offensiv, riet Wang, ein bestens vernetzter Außenpolitikexperte: Einen direkten Zusammenprall mit den Vereinigten Staaten könne die Volksrepublik sich nicht leisten. Statt dessen solle man die eigenen Außenaktivitäten – die Erschließung neuer Absatzmärkte, den Ausbau der eigenen Macht – nach Westen lenken, nach Zentralasien, in den Mittleren Osten, in die Kaukasusregion, also in Gegenden,...

Artikel-Länge: 6054 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €