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17.07.2019 / Inland / Seite 5 (Beilage)

»Wir beobachten ein Politikversagen«

Probleme sind offenkundig, Lösungen liegen auf dem Tisch: Wie positioniert sich der Deutsche Mieterbund? Ein Gespräch mit Ulrich Ropertz

Gitta Düperthal

Überall in der BRD organisieren sich politische Initiativen, engagieren sich Betroffene und Aktivisten gegen explodierende Mieten und Wohnungsnot. Was sind das aus Ihrer Sicht für Zeiten?

Sehr unruhige. Die Mietenexplosion in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass Vertrauen in den Gesetzgeber verlorengegangen ist. Deshalb schließen sich nun Initiativen mit örtlichen Mietervereinen zusammen und fordern ihr Recht auf bezahlbaren Wohnraum ein. Der Druck, der so ausgeübt wird, scheint sowohl in der Immobilienwirtschaft als auch in der Politik Spuren zu hinterlassen.

Die Bundesregierung reagierte mit einer Mietrechtsreform, die Anfang des Jahres in Kraft trat. Stimmt Sie das zufrieden?

Was die große Koalition bisher im Mietrecht abgeliefert hat, reicht nicht. Die Regelung zur Mietpreisbremse hat sie zum 1. Januar 2019 nachgebessert, aber eher in homöopathischen Dosen. Allenfalls gibt es etwas mehr Transparenz. Grundlegend geändert hat sich aber nichts, ...

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