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17.07.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 3 (Beilage)

Gute Luft nur zum Nulltarif

Fahrscheinloser ÖPNV ist aus sozialer und ökologischer Perspektive vernünftig. Aktuelle Machtverhältnisse im Autoland BRD behindern die Umsetzung

Katrin Küfer

Vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe und öffentlicher Diskussionen über eine echte Verkehrswende sind Lippenbekenntnisse zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in (fast) aller Munde. Viele träumen von lebenswerten Innenstädten mit deutlich weniger Straßenverkehr, mehr Grünflächen, besserer Luft, weniger Hektik, mehr Lebensqualität und gleichwohl mehr und erschwinglicherer Mobilität für alle. Selbst ein Konservativer wie der TV-Journalist Franz Alt propagierte schon vor Jahrzehnten die Vision einer lebenswerten Stadt, in der Fußgänger und Radfahrer den Ton angeben und das Auto immer mehr zurückgedrängt wird, mit dichten Fahrplänen für Bahnen und Busse, flexiblen Taxisystemen und »freiem Gang für freie Bürger«.

Wurde im mühsamen Tauziehen um Verkehrsberuhigung in den Städten erst einmal ein Stück Fußgängerzone durchgesetzt, wissen die meisten Menschen dies auch zu schätzen und zu verteidigen. Doch staatliche »Sachzwänge« und die Machtverhältnisse im...

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