Gegründet 1947 Dienstag, 22. Oktober 2019, Nr. 245
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
17.07.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 2 (Beilage)

Schwimmen in Gewinnen

Spekulanten im Immobiliensektor profitieren von der Investitionszurückhaltung des Staates. Mangelnder Wohnraum lässt Preise steigen

Heinz-Josef Bontrup

Die Universität Bonn und das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung Köln haben in einer Studie zur »neuen Wohnungsfrage« Gewinner und Verlierer des deutschen Immobilienbooms ausgemacht: Durch Mietpreissteigerungen ­wären seit 2011 die Immobilienbesitzer in Deutschland um etwa drei Billionen Euro reicher geworden. Das entspricht der bundesdeutschen nominalen Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres. Mehr als die Hälfte der Kapitalgewinne entfielen dabei auf die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung. Aber auch private Haushalte der oberen Mittelschicht (80stes Perzentil) hätten von dem Boom stark profitiert. Ihr Vermögen sei im Durchschnitt um etwa 50 Prozent auf 380.000 Euro gestiegen. Verlierer seien dagegen einkommensschwache städtische Mieterhaushalte.

Jetzt könnte man zynisch sagen, was der eine in einer kapitalistischen Wirtschaft gewinnt, muss ein anderer halt verlieren. Auch auf den Immobilienmärkten wirken eben unnachgiebig die Marktgesetze...

Artikel-Länge: 6687 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €