Gegründet 1947 Sa. / So., 24. / 25. August 2019, Nr. 196
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
12.01.2019 / Feuilleton / Seite 12 (Beilage)

Gefüllte Artischocken nach Gärtnerinnenart

Unterzeile

Ina Bösecke

»Und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben lang.« Mit diesem Zitat beginnt der Dokumentarfilm »Kulenkampffs Schuhe« (2018) von Regina Schilling. Es stammt aus einer Rede, die Adolf Hitler vor Kreisleitern im sudetendeutschen Reichenberg hielt, und meint die Vereinnahmung der deutschen Jugend in die Naziorganisationen von klein auf, also von der Hitlerjugend bis zur Wehrmacht. Der Satz bestimmt die Dokumentation, die die Lebensläufe verschiedener Männer miteinander verknüpft: Schillings Vater, Hans-Joachim Kulenkampff, Hans Rosenthal und Peter Alexander stehen im Mittelpunkt. Horst Tappert spielt auch eine Rolle. Bis auf Schillings Vater, einen Kölner Drogisten, haben wir es mit Showleuten und Schauspielern zu tun, die über Jahrzehnte das bundesdeutsche Fernsehen prägten – zu einer Zeit, als das Medium noch 95 Prozent der Bevölkerung erreichte. Jeden Samstagabend habe Schilling mit ihren Geschwistern frisch gebadet erwartungsvoll auf dem Sofa gehockt...

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