12.01.2019 / Inland / Seite 10 (Beilage)

Klassenkampf von rechts?

Der rasche Aufstieg der AfD ist ein Resultat gravierender gesellschaftlicher Veränderungen. Mit Aufklärung allein ist ihr daher nicht beizukommen

Werner Seppmann

Es sieht nicht so aus, als hätte die AfD den Gipfelpunkt ihres Wählerzuspruchs schon erreicht. Die sozialen Verunsicherungen, die ein »Förderprogramm« für den Rechtspopulismus sind, dürften in einer überschaubaren Zukunft nicht verschwinden. Eine Überlebensgarantie für die AfD ist außerdem, dass sie sich wie ein Fisch im Wasser eines rechtslastigen Gesinnungsumfelds bewegen kann: Zumindest bestimmte Elemente fremdenfeindlicher und rassistischer, autoritärer und »völkischer« Einstellungen werden laut sozialwissenschaftlichen Erhebungen von wenigstens der Hälfte der BRD-Bevölkerung geteilt. Allein der Anteil der Menschen mit antisemitischen Einstellungen liegt bei 20 Prozent. Aber auch Ausgrenzungsphantasien (die sich sowohl gegen Flüchtlinge wie auch Langzeitarbeitslose richten) sind weit verbreitet.

Neofaschistische Formierung

Lange Zeit war die innerparteiliche Situation der AfD unübersichtlich, seit der Migrationswelle hat sich die Lage zugespitzt, ist ...

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