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10.10.2018 / Feuilleton / Seite 22 (Beilage)

»Der ganze Salat«

Marcus Böick schildert die Treuhandanstalt aus der Sicht von deren Mitarbeitern

Anselm Lenz

Wie, durch wen und unter welchen Kriterien wurde die Wirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik zerschlagen – und damit das eigentliche Projekt des Sozialismus, also die Organisation der Ökonomie im Gemeineigentum? Der 1983 geborene Historiker Marcus Böick unternimmt in seinem kürzlich vorgelegten Buch »Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung 1990–1994« eine umfassende Rückschau auf vier Jahre Treuhandanstalt, die von 200 Mitarbeitern auf zwischenzeitlich fast 5.000 anwuchs und schließlich Ende 1994 aufgelöst wurde.

Für seine Innenansicht des Arbeitens in der Treuhandanstalt unterzieht Böick 50 lange Interviewmitschnitte des Kulturwissenschaftlers Dietmar Rost aus den Jahren 1991 und 1992 einer neuen Analyse. Böick findet fanatisierte »Glücksritter« mit ungeahnten »Freiheitsgraden« vor, die als »Karrieristen« und »Patrioten«, nach eigener Auskunft, »noch mal was für Deutschland tun« wollen. Er findet aber auch Menschen, die die Kolonisation der DDR,...

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