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10.10.2018 / Feuilleton / Seite 14 (Beilage)

»Deutsche, allzu deutsch«

Ein Krieg, der nicht aufhört: Ernst Tollers Briefe zeigen ihn als Kritiker missratener Politliteratur und im Einsatz für den Sozialismus

Dennis Püllmann

Im Jahr 1919 erschien Ernst Tollers Bühnendebüt »Die Wandlung«. Der Titel machte die Runde und wurde bald aufgegriffen, um ein ganzes Sujet expressionistischen Theaters zu bezeichnen. Tollers nun in zwei Bänden vorgelegte Briefe setzen, ohne ihn wirklich dokumentieren zu können, am Wendepunkt im persönlichen Wandlungsdrama des Schriftstellers ein, als der Kriegsfreiwillige, der sich selbst von den Ersatztruppen der Königlich Bayerischen Armee zum Fronteinsatz im Dienste der Preußischen Armee gemeldet und als Artillerist den Stellungskrieg in Frankreich mitgemacht hatte, es schafft, sich, wie er rückblickend schreibt, »von der allgemeinen Massenpsychose zu lösen und den Krieg zu bekämpfen«. Bei solchen Editionen gilt: Zu viele Germanisten verderben den Brei. Das merkt man auch hier. Für die beiden Bände zeichnen sieben Herausgeber verantwortlich, ihr Kommentar ist leider ziemlich redundant, weder stets zuverlässig, noch frei von Widersprüchen. So wird der ...

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