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10.10.2018 / Politisches Buch / Seite 12 (Beilage)

Langer Marsch in die Moderne

Warum China zum Beispiel werden könnte

Sebastian Carlens

»Chinas leere Mitte«, eine essayistische Betrachtung des deutschen Sinologen Helwig Schmidt-Glintzer, will sich einem Paradox nähern: China, das »Reich der Mitte« (Zhongguo), verfüge selber über keine solche, so Schmidt-Glintzer. Weder geographisch, durch eine »heilige Stadt« oder gesetzte Kapitale, die zu halten oder, wenn ihrer verlustig gegangen, wieder zu erringen sei. Auch nicht religiös: Bereits das antike China begann, sich von seinen Gottheiten zu verabschieden. Sie »verblassten« bereits, als sich in Europa erst die Kirche etablierte. Aber auch nicht politisch: Zwar spielt der Zentralstaat im chinesischen Denken eine überragende Rolle, doch weder die Einheit des Reiches noch eine gemeinsame Regierung waren über viele Jahrhunderte Realität. Die Mitte Chinas ist also, wenn man Schmidt-Glintzer hier folgen möchte, eine transzendente: Der Glaube an die Zentralgewalt ging nicht unter, auch und gerade wenn sie fehlte. Eine sinn- und gemeinschaftsstiften...

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