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10.10.2018 / Feuilleton / Seite 6 (Beilage)

Ein kaltes Lächeln

Aus der Bahn geraten: Christoph Heins Roman »Verwirrnis« über eine schwule Liebe im Schatten des Systemkonflikts

Kai Köhler

Wenn eine Romanfigur mit dem Namen Friedeward Ringeling gestraft ist, zeigt das entweder den seltsamen Humor des Autors, oder es verweist auf etwas Skurriles, hinter dem sich eine seelische Beschädigung verbirgt. Bürgerliche Erzählungen des 19. Jahrhunderts sind voll von solchen Gestalten, wie etwa »Stopfkuchen« des heute unterschätzten Wilhelm Raabe. Die Leute haben Marotten, und diese sind die Folge erlittener Gewalt.

Friedeward Ringeling, um auf den zurückzukommen, versucht auf groteske Weise, altertümliche Benimmformen zu pflegen und dadurch einem gefürchteten Kulturverfall zu widerstehen. Das ist die kurze Einleitung von Christoph Heins neuem Roman »Verwirrnis«, nach zwei Seiten blendet der Autor in die Jugend seines komischen Helden zurück. Beherrschende Figur ist der Vater, Pius Ringeling: Frommer Katholik, gefürchteter Lehrer, Familientyrann. Wurde der Sohn eingangs, mit allenfalls milder Ironie, als »edler Mensch« vorgestellt, so muss man sich de...

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