22.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 4 (Beilage)

Verbot als Chance

Individueller Autoverkehr ist längst zum Problem geworden. Kommunen wie London oder Lyon haben das erkannt

Timo Daum

Fahrverbote sollen vermieden werden, heißt es im Koalitionsvertrag von CDU und SPD, und damit ist auch schon das wichtigste verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung benannt. Im Land der Autoversteher gelten Fahrverbote als ultimatives Bedrohungsszenario. In Berlin sind seit dem Antritt des Senats von SPD, Die Linke und Grüne vor zwei Jahren null Kilometer neue Radwege entstanden. Dafür wird mit der Erweiterung der A 100 eine innerstädtische Autobahn weitergebaut, die mit 147.812,50 Euro pro laufendem Meter die teuerste der Menschheitsgeschichte ist. Und Bayern Ministerpräsident Markus Söder weiß seine Landsleute hinter sich, wenn er verkündet: Bayern ist Autoland. Den öffentlichen Nahverkehr will die Regierung in München zwar pro Jahr mit 100 Millionen Euro »massiv« fördern. Doch allein im beschaulichen Alpenstädtchen Berchtesgaden werden derzeit Straßentunnel für fast eine Milliarde gebaut.

Was sagen die Oppositionsparteien im Bundestag? Die Grünen...

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