22.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 3 (Beilage)

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Ein Oligopol regiert den Markt wissenschaftlicher Zeitschriften. Die Preispolitik der Großverlage belastet die Bibliotheken

Tjark Behrents

Der wissenschaftliche Zeitschriftenmarkt ist ein sehr spezielles Marktsegment: Auf Seiten der privaten Wissenschaftsverlage entstehen kaum Kosten zumal in Zeiten der Digitalisierung der Wissenschaft die Bedeutung von Printexemplaren und die damit verbundenen Ausgaben beständig zurückgehen. Gleichwohl lässt sich aber weiterhin mit publizierten Forschungsergebnissen sehr viel Geld verdienen. Die größten Stücke dieses auf rund zehn Milliarden US-Dollar geschätzten Kuchens landen bei einer Handvoll internationaler Großkonzerne, die den Markt weitgehend unter sich aufgeteilt haben.

Um zu verstehen, warum das Geschäftsmodell der Wissenschaftsverlage ein Multimilliarden-Dollar-Markt ist, muss man sich zunächst vergegenwärtigen, wie das Publikations- und Anerkennungssystem in Forschung und Wissenschaft eigentlich funktioniert.

Forschende verfassen Artikel und reichen diese bei einer Fachzeitschrift ein, bevorzugt bei einer, die im jeweiligen Wissenschaftssegment ...

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