08.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 4 (Beilage)

»Flächenverkauf zeigt ein gesellschaftliches Problem«

Nahe Göttingen wurden 80 Hektar Acker privatisiert. Auf dem Areal soll ein Logistikzentrum entstehen, während Bauern um immer weniger Land konkurrieren. Ein Gespräch mit Anja Banzhaf und Simon Arbach

Jana Frielinghaus

Sie arbeiten im »Gemüse-Kollektiv Dorfgarten« in Hebenshausen, 20 Kilometer südlich von Göttingen. Können Sie das Projekt kurz beschreiben?

Anja Banzhaf (B.): Das Hebenshäuser Hofprojekt besteht aus einem Hof, den wir als Verein gekauft haben und auf dem Menschen in einer Wohngemeinschaft leben. Außerdem ist die solidarische Landwirtschaft »Dorfgarten« Teil des Projekts und hat hier auch ihre Betriebsstätte.

Simon Arbach (A.): Ich arbeite als Gemüsegärtner in einem Kollektiv von fünf Menschen, die den Dorfgarten betreiben. Wir sind jetzt in der sechsten Anbausaison und arbeiten nach dem Konzept der solidarischen Landwirtschaft. Das heißt, dass Menschen, die wir mit Gemüse beliefern, einen Anteil an unseren Produktionskosten übernehmen. Am Anfang des Jahres legen wir unser Budget offen, rechnen vor, was wir brauchen, um unsere Löhne und die Betriebsmittel zu bezahlen. Es beteiligen sich sowohl Leute hier aus dem Ort als auch Menschen aus Göttingen, je nach...

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