12.09.2018 / Ausland / Seite 6 (Beilage)

Schwert und Kreuz

Wo liegen die Wurzeln für den erfolgreichen Widerstand der kubanischen Bevölkerung gegen die reaktionäre Indoktrination des Vatikans?

Volker Hermsdorf

Als Papst Johannes Paul II. im Januar 1998 Kuba besuchte, hofften die Gegner des Sozialismus, damit werde sein baldiges Ende auf der Insel eingeleitet. In seinem Heimatland Polen hatte Karol Wojtyla mit drei Reisen (1979, 1983 und 1987) zum Untergang der sozialistischen Länder Osteuropas beigetragen. Auch die Kuba-Visiten des gleich reaktionären deutschen Josef Ratzinger im März 2012 und des aus Argentinien stammenden Jorge Mario Bergoglio, Papst Franziskus, im September 2015 weckten derartige Erwartungen. Angeblich besteht die kubanische Bevölkerung zu rund 80 Prozent aus Katholiken. Frustriert mussten westliche Kommentatoren jedoch immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass die drei Päpste das kubanische System nicht im Geringsten erschüttert hatten. Statt dessen hatten sie die Aufmerksamkeit der Welt auf die US-Blockade gelenkt, die den Menschen auf der Insel seit Jahrzehnten zusetzt. Aber wo liegen die Wurzeln für den erfolgreichen Widerstand der kubanisc...

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