04.07.2018 / Inland / Seite 6 (Beilage)

Metropole der krassen Gegensätze

Mieter in Angst, Wanderarbeiter ohne Obdach: Während Wohnen in Frankfurt am Main immer teurer wird, plant die Stadt Grünflächen zuzubetonieren

Gitta Düperthal

Es ist mehr als offensichtlich: In der Mainmetropole wird die Kluft zwischen arm und reich immer größer. Wie auch in anderen Universitätsstädten Hessens gibt es in Frankfurt auf der einen Seite eine wachsende Wohnungsnot, auf der anderen Seite Luxusappartements, die für die Mehrheit der Bevölkerung unbezahlbar sind. Im Schatten der Europäischen Zentralbank und anderer Bankentürme schießen teure Eigentumswohnungen nur so aus dem Boden. Zum Frankfurter Stadtbild gehören aber längst auch wohnungslose Wanderarbeiter aus Osteuropa. In Schlafsäcken nächtigen sie auf der Konsummeile »Zeil«. Oder sie bauen Elendshütten auf Industriebrachen, die häufig von der Polizei brutal geräumt werden, wie zuletzt Ende Mai. Für den Winter stellt die Stadt den Arbeitern seit mehreren Jahren den kalten Boden der U-Bahnstation Hauptwache zur Verfügung, umstellt von Security-Kräften. Die Frankfurter Stadtregierung aus CDU, SPD und Grünen betrachtet das als eine Art Obdachlosenasy...

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