18.07.2018 / Ausland / Seite 6 (Beilage)

»Die Jugendlichen können sich nicht vorstellen, für das Studium zu bezahlen«

Kubas Universitäten stellen sich den Herausforderungen der heutigen Zeit – und halten an bewährten Errungenschaften fest. Gespräch mit Dr. Gustavo José Cobreiro Suárez

André Scheer

Sie haben in den 1980er und 90er Jahren in Kuba und in der Sowjetunion bzw. Russland studiert und anschließend eine akademische Laufbahn eingeschlagen. Damit hatten Sie die Möglichkeit, das universitäre Leben sowohl vor als auch nach dem Ende der Sowjetunion zu erleben. Was waren Ihrer Ansicht nach die wichtigsten Veränderungen in diesem Zusammenhang?

Die 1990er Jahre waren für unser Land sehr hart. Innerhalb weniger Jahre verloren wir praktisch unseren gesamten Außenhandel. Ebenso wie im gesamten Land erlebten wir auch an den Universitäten großen Mangel. Aber keine einzige Hochschule wurde geschlossen, und kein einziger Student wurde aufgrund fehlender Mittel nach Hause geschickt. Sie behielten ihre Stipendien, ihren Platz in den Studentenwohnheimen und konnten ihr Studium abschließen.

Es hatte eine sehr enge Zusammenarbeit mit den sozialistischen Ländern gegeben, auch in der DDR wurden viele Kubaner ausgebildet und promovierten. Mit dem Zusammenbruch de...

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