30.05.2018 / Feuilleton / Seite 8 (Beilage)

Pädagogik ist die neue Theologie

Gut ausgestattet, schlecht ausgerüstet: Ein Blick in den Gesamtschlamassel heutiger Kindergärten, Krippen und Kitas

Walter Hausen

In deutschen Kindergärten geht es in erster Linie um den »Betreuungsschlüssel«. Wieviel Kinder kommen auf einen Erzieher? Da wird mit Zahlen jongliert, dass es einem schwindlig werden kann. Damit lässt sich belegen oder widerlegen, ob die Art und Weise, wie das jeweilige Bundesland seine Kitas personell ausstattet, »gute« oder »schlechte« Voraussetzungen für frühkindliche Bildung schafft.

Doch wer sich auf diese Zahlen verlässt, ist bestenfalls halbinformiert, denn die nackten Zahlen sind vor allem eins: nackt. An ihnen ist nichts dran.

Manchmal hilft schon ein Kompass, um Licht in die Sache zu bringen: In Krippengruppen der westlichen Bundesländer kümmert sich durchschnittlich ein Päd­agoge um 3,5 Kinder; in Ostdeutschland dagegen muss der Erzieher sechs Kinder oder mehr betreuen. Aber Achtung: Im Osten besucht mehr als die Hälfte (52 Prozent) der unter Dreijährigen eine Betreuungseinrichtung, im Westen sind es nur 28 Prozent. Eltern, besonders Mütter, h...

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